• Suntech Showcases Lightweight ... 2018-04-08 Suntech Showcases Lightweight Module at the 2018 Solarex Istan-bul Istanbul,Turkey,April,5,2018/PRNewswire/--Wuxi Suntech Power Co.,Ltd.(“Suntech”)announces today it is participating the 2018 Solarex Istanbul in Turkey.Solarex Istanbul is the first and only solar energy fair which provides a chance for Turkey to take important steps in the direction of being a production centre in the field of solar en-ergy.With special glass and frame, the weight of lightweight ...

Solarenergie holt Kohle in China bis 2016 ein und bedroht Dominanz der fossilen Energieträger

Veröffentlicht am 2014-06-03
Hier eine Geschichte zur Ermutigung. Wuxi Suntech Power geht davon aus, dass in China schon 2016 die Kosten der Elektrizitätserzeugung aus Solarmodulen mit denen von Kohlekraftwerken gleichziehen werden. Falls das stimmt, stehen wir am Anfang einer dramatisch veränderten Welt.

 

In einem Gespräch mit RenewEconomy, einer australischen unabhängigen Website, die sich auf Berichterstattung über neue Energien und Klimapolitik konzentriert, meinte der Vorstandsvorsitzende von Wuxi Suntech Power, Eric Luo, dass die Netzparität kurz bevorsteht, selbst wenn man die billigsten und schmutzigsten Arten fossiler Brennstoffe als Vergleichsgröße nimmt.

 

„Wir sind sicher, dass die mittleren Kosten von Solar-PV im Jahr 2016 – oder spätestens 2017 – gleich hoch sein werden, wie die der Kohlekraftgeneration. Dies wird den Energiemarkt in China völlig verändern,“ so Luo.

 

69% von Chinas Energieversorgung wird durch Kohle gedeckt. Sie ist der wichtigste Einzelgrund für die Luft-Apokalypse, die chinesische Städte im Dauersmog ersticken lässt. Die Kommunistische Partei ist fest entschlossen, die Abhängigkeit von der Kohle drastisch zu reduzieren, bevor der Zorn der Mittelschicht über sie hereinbricht.

 

Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge würde China bald jedes Jahr mehr als die Hälfte des weltweiten Gesamtbedarfs an Kohle durch den Schornstein jagen und so jegliche Chance auf eine Deckelung der Treibhausgase auf einem sicheren Niveau zunichte machen. „Ob es uns passt oder nicht wird uns die Kohle noch lange Zeit begleiten. Kohle ist reichlich vorhanden und geopolitisch sicher, dazu sind Kohlekraftwerke einfach in bestehende Stromnetze zu integrieren. Es ist jedoch genauso wichtig, nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass Kohle in ihrer aktuellen Form einfach nicht nachhaltig ist,“ so die Agentur in ihrem Dezemberbericht.

 

Und doch könnte es mit Hilfe von Technologie möglich sein, alle Welt zu überraschen. Mit der Erschöpfung der einfach zu erreichenden Vorkommen steigen die Kosten für die Förderung fossiler Brennstoffe immer weiter (natürlich unterbrochen von zyklischen Angebotsschüben).

 

Mit der ständigen Verbesserung der Technologie fallen die Kosten für Solarenergie dagegen stetig, wobei die Technologie derzeit auch vom Militär und Energieministerium der USA unterstützt wird. Nach Angaben des US-amerikanischen Forschungsinstituts National RenewableEnergy Laboratory können bereits 31.1% der Sonnenenergie mit einer 111 V-Solarzelle eingefangen werden, wobei die Bestmarken ständig überboten werden.

 

Günstige Energiespeicherung mit Flow-Batterien (ein von der US Advanced Research Projects Agency finanziertes Harvard-Forschungsprojekt) wird bald das Problem der Verfügbarkeitsschwankungen beheben, so dass es möglich wird, die Sonnenstrahlung tagsüber zu absorbieren und nachts in Form von Wärme und Licht wieder abzugeben.

 

Wie kürzlich von mir berichtet, sagen Michael Parker und Flora Chang vom amerikanischen Finanzforschungsinstitut Sanford Bernstein, dass wir eine positive Wirkungskette „globaler Energiedeflation“ angestoßen hätten, durch die im Lauf der Zeit die Rentabilität von Öl, Gas und den fossilen Brennstoffen erodieren würden. Aber auch sie konnten sich wohl nicht vorstellen, dass die Solarenergie mit der chinesischen Kohle innerhalb von zwei Jahren gleichziehen könnte.

 

In der Branche der fossilen Brennstoffe scheint man an dieser direkten existenziellen Bedrohung seltsam desinteressiert zu sein. In den dreitägigen Gesprächen über Öl, Gas und Kohle auf dem Economic Forum St. Petersburg letzte Woche habe ich wirklich niemanden gehört, der Solarenergie als möglichen Faktor im globalen Energiemix erwähnt hätte, nicht einmal in Prognosen, wie die Welt in 50 Jahren aussehen wird.

 

Es wurde viel über das Geschäft (bzw. genauer gesagt die Absichtserklärung) zwischen Russland und China über die Lieferung von Erdgas über 30 Jahre ab 2018 gesprochen. Es wurde auch über den anstehenden Showdown zwischen Gas und Kohle diskutiert. Aber niemand schien sich bewusst zu sein, dass die Solarenergie diese Kalkulationen auf den Kopf stellen könnte.

 

Dies ist ganz typisch für Wendepunkte. Die Energiebranche wurde vom Fracking von Schiefergasen überrascht. Dort hat man zu spät gemerkt, dass Probe- und Forschungsbohrunternehmen ihre Gewinnmargen abgeschöpft und das globale Energiesystem durcheinander gewirbelt hatten, als überschüssige US-Kohle auf den europäischen Markt geworfen wurde.

 

Allerdings ist billiges Schiefergas ein Lückenbüßer für wenige Jahre und mit einer Kostendeckungsgrenze von fast 80 USD pro Barrel ist es auch nicht wirklich günstig. Die Solarenergie geht dagegen niemals aus. Je mehr sie sich ausbreitet, desto billiger wird sie, da Skaleneffekte eintreten. Sie wird mit der Zeit erst recht gefährlich für die Erdölmächte und Rentierstaaten, die sich mit fossilen Brennstoffen finanzieren.

 

Natürlich ist richtig, dass die Solarenergie derzeit nur 0,17% des weltweiten, 5 Billionen USD schweren Energiemarktes bzw. 3% der Elektrizitätsmenge ausmacht. Aber sobald die Kosten ohne Subventionen dauerhaft unter denen für Kohle liegen, wird die Umstellungsbewegung zu einer Lawine.

 

Eric Luo von Suntech prognostizierte, dass die jährliche Installationsrate von Solaranlagen in China bis zum Ende des Jahrzehnts 25 Gigawatt erreichen würde.

 

Zu diesem Zeitpunkt könnte die Bewegung nicht mehr aufzuhalten sein. Die 2020er Jahre sehen nach einem Jahrzehnt der süßen Rache für Solaridealisten aus – gerade noch rechtzeitig. Zum Glück.
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